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Mondphasenholz für Zimmerer
Holz ist haltbar über Jahrhunderte
Wenn man heute das Alter mancher Holzblockbauten erfährt, kann man es kaum glauben.
Weshalb konnten diese Bauten so alt werden?
Über Jahrhunderte hinweg haben sie allen Witterungseinflüssen sowie Pilz- und Schädlingsbefall
getrotzt. Weshalb? Die Antwort ist nicht schwer zu finden. Die Stämme wurden vom Waldbauern sorgfältig ausgesucht und
zur richtigen Zeit geschlagen. Von Winter- oder Mondholz wurde gesprochen. Kein Zimmerer
oder Bauherr hätte mit anderem Holz gebaut.
Im Winter, wenn es in der Zimmerei ruhiger wird, schlagen wir in unserem eigenen Wald das Winterholz /
Mondholz und lagern es bis zur weiteren Verwendung im Wald. Dadurch erreicht unser Holz die besten Qualitätsansprüche.
Es reißt und verdreht sich nicht, es wurmt und verfault nicht und wird mit dem Alter steinhart.
Und das alles ohne Chemie und Farbe.
Alte Regeln
Bestes Bauholz, das nicht fault und wurmt und mit dem Alter steinhart wird
schlägt man an Silvester und Neujahr und vom 31. Januar bis 2. Februar. Jedoch muß der Gipfel
gegen Tal fallen. Bei ebenem Gelände soll der Gipfel noch ein paar Tage am Baum bleiben.
Bauholz, das nicht fault und wurmt
schlägt man in den ersten vier Tagen im Mai, in den letzten Tagen im März bei abnehmendem Mond
und im Zeichen des Fisches (nicht jedes Jahr). Alternativtage sind der 1., 7., 25. und 31. Januar
und der 1. und 2. Februar
Bauholz gegen Holzwespen und Bockkäfer
schlägt man nach dem 26. Februar, wenn der Mond drei Tage abgenommen hat.
Holz das fest bleiben soll
schlägt man immer in den ersten 8 Tagen nach Neumond in der saftlosen Zeit.
Holz das nicht fault
schlägt man am 10. und 13. Februar
Holz, das nicht schwindet
schlägt man am 31. Dezember (bester Tag), am 25. März und am 29. Juni.
Schwundfreies Holz
schlägt man am Thomastag (21. Dezember) am besten zwischen 11 und 12 Uhr. Bester Tag zum Holzschlagen
überhaupt. Alternativen sind abnehmende Februarabende und der 27. September. Der 15. August und der 8. September,
wenn sie auf Krebs fallen.
Sommerholz, das nicht reißt
schlägt man am 24. Juni (Johanni) zwischen 11 und 12 Uhr (Sommerzeit 12 und 13 Uhr).
Holz, das dem Feuer widersteht
schlägt man am ersten März (am besten nach Sonnenuntergang)
Bretter und Sägeholz, das nicht reißt, maßhaltig bleibt und nicht von Schädlingen befallen wird
schlägt man bei zunehmendem Mond im Zeichen des Fisches (von September bis März)
Brückenholz
schlägt man im abnehmenden Fisch oder Krebs
Wekzeugholz
schlägt man, wenn Skorpion auf Neumond fällt. Der Baum muß jedoch gleich entrindet werden.
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